Deklaration von Bologna

Mit der Deklaration von Bologna, welche von 40 europäischen Staaten unterzeichnet wurde, wurden einschneidende Massnahmen zur europaweiten Angleichung der Hochschulen beschlossen. Der Hauptfokus liegt dabei auf dem berufsqualifizierenden Abschluss (Employability) und der damit verbundenen Vermittlung, respektive Aneignung von klar kommunizierten Kompetenzen, sowie der gewünschten Förderung der Mobilität der Studenten während des Studiums im europäischen Raum, welche bisher durch den hohen Grad der strukturellen und thematischen Differenzierung erschwert wurde.

Bologna
Als transparenz- und messbarkeitsfördernde Massnahme soll das ECTS Leistungspunkte-System (European Credit Transfer System) durchgesetzt werden, um die Vergleichbarkeit der studentischen Leistungen zu gewährleisten und somit Möglichkeiten zum Austausch unter den Hochschulen zu fördern. Zudem sollen, im Zuge der Angleichung, strukturelle Änderungen im Studienaufbau stattfinden, welche das Studium neu in zwei Phasen gliedern: Das sechs Semester dauernde Bachelor-Studium und ein anschliessendes (optionales) drei bis vier Semester dauerndes Master-Studium, welche beide zur beruflichen Reife auf verschiedenen Stufen führen.

ECTS
Durch die Einführung von Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen sind die künftigen Studenten freier in der Gestaltung ihres individuellen Studiums und können ihre eigenen Interessen besser auf das Studium abbilden und sich somit selbst Schwerpunkte setzen. Die Module selbst setzen sich aus mehreren Kursen (Lektionen) zusammen, welche verschiedene Aspekte wie Theorie, Technologie oder Gestaltung abdecken, und zusammen einen Kompetenz- Schwerpunkt bilden, welcher dem Studenten vermittelt werden soll.

Wahlmodule
Die Durchführung der Deklaration von Bologna für die Bachelor- Studiengänge wird an den zürcher Fachhochschulen im Oktober 2005 erstmals stattfinden, mit dem Ziel, bis 2010 die strukturellen Veränderungen und damit die Bologna-Konformität in den einzelnen Studiengängen abgeschlossen zu haben.

Umsetzung
Durch die Umstellungen und Restrukturierungen der bisherigen Studiengänge sind primär die Koordinationsstellen der Fachbereiche und Hochschulen gefordert und benötigen neue Werkzeuge, um die veränderten Sachverhalte unter neuen Gesichtspunkten wie Kompetenz und Transparenz abzubilden und verwalten zu können. Sekundär werden Eingriffsmöglichkeiten für die Studenten gefragt sein, welche nach den neuen Richtlinien ihr Studium individuell gestalten und vom veränderten Informationsangebot profitieren möchten. Als tertiärer Aspekt werden wirtschaftliche Interessen von grösserer Bedeutung werden, vorallem hinsichtlich einer klaren Formulierung von Berufsanforderungen und einer Auszeichnung der gesammelten Kompetenzen der Studenten, respektive der vermittelnden Kompetenzen eines Studiengangs. Neue Werkzeuge