Kompetenzprofil

Der Ansatz zum Kompetenzprofil geht davon aus, dass die Projekte, Personen, Berufe und Module jeweils einen Satz von Kompetenzen umfassen, im einen Fall vermittelnde Kompetenzen, in anderen Fällen Eingangskompetenzen oder angeeignete Kompetenzen der Personen. Die Kompetenzen allgemein lassen sich nach Departementen und Fachbereichen gruppieren und zeitlich so aufgliedern, dass sie in der Reihenfolge ihrer Vermittlung, also analog zum zeitlichen stattfinden der Module, als Linien auf den Strahlen der Fachbereiche abgebildet werden (Abbildungen 1 & 2).

Für jede Information wie Module et cetera entsteht so ein Muster im Sinne eines Fingerabdrucks auf der Fachbereichsstruktur (Abbildungen 1 & 2). Davon ausgehend, dass sich das Interesse eines Studenten nach Kompetenzen darstellen lässt, lässt sich somit direkt ablesen, in welchen Fachbereichen die Hauptinteressen des Studenten liegen und es entsteht dadurch bereits ein Indiz oder eine Empfehlung zur Wahl eines Fachbereichs, für den sich der Student interessiert.

Bestehen nun die einzelnen Profile für die Interessen des Studenten und für die anderen Informationen im System, lassen sich diese direkt visuell gegen einander vergleichen - das heisst, Module, deren Profil sich mit dem Interessenprofil des Studenten decken sind potentiell interessant. Gefundene Profile zu anderen Informationen werden virtuell auf verschiedenen Ebenen durch eine Farbcodierung übereinander gelegt, sodass kumulative und verstärkende Ansichten entstehen können, bei denen sich ein Resultat klarer abzeichnet (Abbildung 3).

Aufbauend auf diesem Prinzip der Kompetenzprofile, lassen sich verschiedene weitere Aspekte abbilden. So wächst beispielsweise das Profil eines Studenten mit jedem erfüllten Modul um einige Kompetenzen in verschiedenen Bereichen. Interessiert sich ein Student für einen bestimmten Beruf, kann er das entsprechende Profil zu seinen Interessen hinzufügen. Aus einer Differenzrechnung der Interessen des Studenten und dem bereits bestehenden Profil des Studenten lässt sich ein weiteres Profil erzeugen, welches die noch zu erwerbenden Kompetenzen darstellt und welches aufzeigt, in welchen Fachbereichen der Student noch Module belegen sollte.

Interaktiv gesprochen sollte das System auf Mengenoperationen basieren. Das heisst, das System sollte Additionen, Subtraktionen und Schnittmengen für den Benutzer ermöglichen, sodass ein möglichst freier Umgang mit den Informationen entsteht, und Manipulationen möglich sind, die nicht zwingend so konzipiert werden müssen.


Abbildung 1
: Hochschule im Zentrum, Departemente als Flächen darum herum und Fachbereiche als Strahlen mit Anzeige eines Profils (unscharfe Darstellung als Blöcke)



Abbildung 2
: Kompetenzprofil innerhalb eines Semesters, verteilt auf sechs Phasen. Daneben Variationen zur Farbverstärkung (Gewichtung)



Abbildung 3
: Überlagerungen der einzelnen Informationsebenen