Netzwerk

Der erste Ansatz basiert auf den letzten Überlegungen aus den Skizzen bezüglich Informationsnavigation. Navigiert wird über das System der Relationen unter den einzelnen Informationselementen. Die Problematik mit einer Kreisdarstellung wird dadurch umgangen, dass das Netzwerk nur den aktuellen Kontext abbildet und sich in Leserichtung nach rechts ausdehnt. Innerhalb der Navigation der Kompetenzen werden von jedem Punkt aus alle Relationen hierarchisch nach oben und unten und alle formalen Beziehungen zu anderen Kompetenzen horizontal berücksichtigt. Dies erlaubt ein einfaches Verständnis der Struktur durch die Metaphern von horizontaler und vertikaler Navigation. Als Ergebnis entsteht der Navigationsweg des Betrachters, der es jederzeit erlaubt, an einen beliebigen Punkt der Navigation zurückzukehren (Abbildung 1).

Von jedem Punkt im Netzwerk lässt sich die Informationsebene wechseln, von Kompetenzen nach Modulen, Projekten, Personen und Berufen. Durch die Anzeige von anderen Informationen zu einer bestimmten Kompetenz kommt man zu einer Vergleichsansicht der Informationen, gewertet nach der Ursprungsinformation, in diesem Fall die gewählte Kompetenz (Abbildung 2). Die Vergleichsansicht zeigt die ersten Top 15 Einträge und kann expandiert werden, falls dies nötig sein sollte.

Für die anderen Ansichten wird ähnlich verfahren, in dem Beispielsweise die Relationen von Modulen zu Personen hierarchisch gruppiert werden nach Dozenten, Assistenten und teilnehmenden Studenten. Eine Ausnahme bildet die komplexere Studienkonfiguration, welche nach zwei Kriterien, dem Fachbereich und den Semestern, beziehungsweise den Phasen eines Semesters abgebildet werden muss (Abbildung 3).

Grundsätzlich müssen Informationseinstiege zu den Hauptkompetenzgruppen geschaffen werden, um einen Startpunkt für die Navigation zu haben. Alternativ dient eine Suche über alle vorhandenen Information zum Einstieg ins Netzwerk. Um die Informationsebene zu wechseln ist ein Navigationselement mit entsprechender Farbcodierung der verschiedenen Informationen gedacht (Abbildung 4). Als weiteres Element der Navigation dient ein Sammelobjekt dazu, einzelne Elemente aus der Navigation zwischenzuspeichern, um zu einem späteren Zeitpunkt diese gesammelten Elemente wiederum als Startpunkt zur Informationsanzeige zu verwenden. Dies beispielsweise um mehrere Kompetenzen zu sammeln und zu diesen Kompetenzen Personen in einer Vergleichsansicht darzustellen.

In einer prototypischen Umsetzung wurde das Verhalten einer solchen Navigation überprüft - die Daten der Umsetzung sind zu Testzwecken zufällig verknüpft und bilden zu keinem Teil die Realität ab.

Abbildung 1
: Netzwerknavigation



Abbildung 2
: Vergleichsansicht, Top 15



Abbildung 3
: Studienkonfiguration



Abbildung 4
: Navigationselemente